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Kriterien für die Auszeichnung

Voraussetzungen

Für den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes kommen politische Gemeinden in Frage, die folgende Kriterien erfüllen:

  1. Eine qualitative Weiterentwicklung und Aufwertung des Ortsbildes unter zeitgenössischen Gesichtspunkten ist sichtbar.
  2. Der respektvolle Umgang mit der alten Siedlungsstruktur einerseits und der bestehenden Bausubstanz andererseits zeigt sich im Ortsbild.
  3. Die Gemeinde setzt sich aktiv für eine überdurchschnittliche architektonische Qualität ein (Beratung, Motivation) und geht bei eigenen Bauvorhaben mit gutem Beispiel voran (zum Beispiel Architekturwettbewerben).
  4. Die Ortsplanung ist aktuell und begünstigt eine Entwicklung im Sinne des ausgeschriebenen Wakkerpreises.
  5. Für die Gesamtbeurteilung sind weiter ausschlaggebend: Siedlungsentwicklung, Qualität der öffentlichen Räume, Verkehrsplanung, Wohnqualität sowie Landschafts- und Umgebungsschutz.
  6. Ausnahmsweise können auch mehrere Gemeinden, Teile einer Gemeinde, Körperschaften, Vereinigungen, Organisationen und so weiter für den Wakkerpreis ausgezeichnet werden. In diesem Fall bleibt die Preissumme bei CHF 20'000 pro Jahr.

 

Über den jeweiligen Preisträger entscheidet die Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten des Schweizer Heimatschutzes auf Antrag des Vorstands. Die Kommission Wakkerpreis empfiehlt den jeweiligen Preisträger zuhanden des Vorstands.

Kommission Wakkerpreis
Daniela Saxer, Architektin, Zürich (Vorsitz)
Christian Bischoff, architecte, Genève
Paolo Bürgi, architetto paesaggista, Camorino TI
Pierre Feddersen, architecte et urbaniste, Zürich
Patricia Schibli, Architektin und Raumplanerin, Wettingen AG
Cedric van der Poel, Rédacteur en chef adjoint Revue Tracés, Lausanne VD

Über den Wakkerpreis

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) vergibt jährlich einer politischen Gemeinde den Wakkerpreis. Das Preisgeld hat mit CHF 20'000.- eher symbolischen Charakter, der Wert der Auszeichnung liegt in der öffentlichen Anerkennung vorbildlicher Leistung.

Erstmals ermöglicht wurde der Wakkerpreis 1972 durch ein Vermächtnis des Genfer Geschäftsmannes Henri-Louis Wakker an den Schweizer Heimatschutz. Weitere seither eingegangene Legate erlauben es dem SHS, den Preis bis heute vergeben zu können.

Der Wakkerpreis zeichnet Gemeinden aus, welche bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Die Auszeichnung von Stein am Rhein, Guarda, Ernen etc. in den 1970er Jahren erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Erhaltung historischer Zentren nicht selbstverständlich war. Im heutigen Fokus stehen Gemeinden, die ihren Siedlungsraum unter zeitgenössischen Gesichtspunkten sorgfältig weiterentwickeln. Hierzu gehören insbesondere das Fördern gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche, aktuelle Ortsplanung.

Wakkerpreis 2017

Der Wakkerpreis 2017 geht an die Stadt Sempach (LU).
 

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Übersicht

Die Wakkerpreise seit 1972.

 

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